MesseSexismus

Gewidmet den arbeitenden Frauen, die sich allerhand widerwärtiges auf Messen und bei anderen Jobs gefallen lassen müssen.
Heute: Ungefragt angefasst werden!
Es scheint mehr als normal zu sein, dass Frauen (also innerhalb des Jobs als “Mädchen” repräsentiert) im Prinzip jederzeit überall angefasst werden dürfen. Von selbstverständlich den Herren am Messestand, auch bekannt als Kollegen und Vorgesetzte. Heute wurde mir vollkommen selbstverständlich von einem ca. 40-50 jährigen mir kaum bekannten Mann, die Jacke geöffnet! Er hat vor mir gestanden, beherzt den Reißvershcluss gegriffen und meine Jacke aufgemacht! Wow! So einfach kanns sein…
Der gleiche hat noch mehrere Male meine Hand gegriffen und an seinem Gesicht gerieben! oder aber die Hand selbst “liebkost”. Beim Gehen, riet er mir noch ich solle mal mehr Essen, ich bräuchte Fleisch auf den Rippen.
Das war nur eine kleine Episode von vielen. Wehren? Mhm, ja, schöne Idee. Doch. Kann man machen. Wie? Tja, da wirds schon schwieriger. Kokettieren, Kritik in ironischen Bemerkungen verpacken das geht gerade noch so. Was nicht geht: Beschweren, Konfrontieren, Grenzen setzen, thematisieren und alles was sonst eigentlich normal wäre. Sprich, in der Rolle als Messehostess bin ich relativ schutzlos dem System ausgeliefert. Die meisten anderen Hostessen stört es nicht. Es ist Teil des Jobs und natürlich, da sind sich alle einig: ICH BIN ZU EMPFINDLICH!
Und wenn es mir nicht passt, dann kann ich mir ja einen anderen Job suchen.
So siehts aus…

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